Kurzinfo zum "Wuppertaler Hauptschulmodell"
Das "Wuppertaler Hauptschulmodell" hat zum Ziel, die berufliche Orientierung von SchülerInnen an Hauptschulen durch ein Netzwerk von Partnern zu verbessern und damit eine bessere Berufsvorbereitung und -wegeplanung für jeden Jugendlichen zu ermöglichen.
Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Hauptschulen sollen durch eine systematische und umfassende Förderung der Berufswahlorientierung darin gestärkt werden, den Übergang von der Schule in den Beruf unter realistischer Einschätzung ihrer Fähigkeiten und Neigungen zielorientiert zu verfolgen. Dies wird bereits von der siebten Klasse an durch die Einführung des Berufswahlpasses kontinuierlich begleitet.
Gleichzeitig hat die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen durch die Unternehmen der Region oberste Priorität. Das betriebliche Interesse liegt dabei in der Sicherung des kommenden Fachkräftebedarfes. Bewusste Berufswahl und Erprobung führen langfristig zur Senkung von Ausbildungsabbrüchen und reduzieren insgesamt kostenaufwendige öffentlich geförderte Maßnahmen zur nachträglichen Herstellung von Ausbildungsreife oder beruflicher Neuorientierung. Für die Unternehmen gilt es, die zukünftigen MitarbeiterInnen langfristig an die Betriebe zu binden.
Durch den Aufbau eines Netzwerkes von Kooperationspartnern sollen die 12 Wuppertaler Hauptschulen mit der Wirtschaft eng zusammen gebracht werden. Der Dialog zwischen den Schulen und Unternehmen, der Berufsberatung und allen anderen Partnern in diesem Projekt muss strukturiert und im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses angelegt sein.
Die Vernetzung von Schule und Wirtschaft bietet den Jugendlichen Kontakte zur Arbeits- und Berufswelt und ermöglicht den Unternehmen, Nachwuchskräfte schon während der Schulzeit kennen zu lernen. Gleichzeitig erkennen die HauptschülerInnen rechtzeitig, ob der gewählte Beruf auch wirklich der richtige für sie ist.
Um die Zusammenarbeit zu optimieren, gehen Schulen und Unternehmen Partnerschaften miteinander ein. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Von einzelnen Angeboten bis zu festen Kooperationen ist vieles denkbar:
- Organisation von Betriebsbesichtigungen
- Teilnahme an einem Berufsparcours in der Schule
- Einblicke in die Ausbildung im Unternehmen
- Anregungen für die Erstellung von Bewerbungsunterlagen geben
- Durchführung von Bewerbungstrainings
- Hinweise zu Auftreten und Verhalten, Erwartungen des Ausbildungsbetriebes
- Bereitstellung von Praktikums- und Ausbildungsplätzen
- Gelegenheiten zu Langzeitpraktika
- Darstellung von Ausbildungsinhalten zur Einbringung in den Unterricht
- Besuch von Azubis in der Schule, welche dort ihre Erfahrungen schildern.
Und auch die Schule kann Aufgaben übernehmen:
- Darstellung des Koop-Partners in den Medien (Schülerzeitung / Homepage)
- Erarbeitung von Projektthemen in Kleingruppen
- Präsentation der Projektthemen in Schule und Unternehmen
Unternehmen, die an einer Zusammenarbeit mit einer Hauptschule interessiert sind, können sich mit uns in Verbindung setzen.